Früherer Kirchenpräsident Klassohn bleibt EKD-Aussiedlerbeauftragter

epd-Logo Dessau-Roßlau (epd). Der frühere anhaltische Kirchenpräsident Helge Klassohn bleibt bis 2015 Aussiedlerbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Rat der EKD habe den 66-jährigen Theologen in der ehrenamtlichen Funktion für eine weitere Amtszeit bestätigt, teilte die Evangelische Landeskirche Anhalts am Montag in Dessau-Roßlau mit. Klassohn stand von 1994 bis 2004 an der Spitze der Kirche. Er stammt aus Riga (Lettland).

Das Amt des Aussiedlerbeauftragten übernahm Klassohn 2007 vom Görlitzer Altbischof Klaus Wollenweber. Der Zuzug der russlanddeutschen Spätaussiedler in den vergangenen Jahren sei ein ebenso großer Gewinn für die Landeskirchen wie die Integration der deutschen Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg, sagte Klassohn. Die respektvolle Wahrnehmung dieser Menschen, ihrer Schicksale, Kultur und Identität gehöre nach wie vor zu den kirchlichen Aufgaben.

14. Juni 2010

 

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