Weltkirchenrat verurteilt in Monterrey "Ökonomie der Zerstörung"

Monterrey (epd). Vertreter des Weltkirchenrats haben auf der UN-Konferenz für Entwicklungsfinanzierung in Monterrey eine Abkehr vom neoliberalen Wirtschaftsmodell gefordert. Rogate Mshana (Tansania) sagte vor Journalisten, eine "Ökonomie der Zerstörung" habe über Jahrzehnte zu einer Vertiefung der Kluft zwischen Arm und Reich geführt. Dennoch werde das Modell in Monterrey bekräftigt. Für die Kirchen sei dies moralisch und ethisch nicht akzeptabel.

Die Kanadierin Joy Kennedy verlangte eine Kurskorrektur in der Schuldenpolitik. "Die Schuldenlast der Entwicklungsländer muss als internationaler Skandal anerkannt werden", sagte sie. Die Regierungen müssten endlich Fristen setzen. So sollten den ärmsten Ländern innerhalb von fünf Jahren alle Schulden erlassen werden. Pedro Schaad vom Lateinamerikanischen Kirchenrat plädierte für ein internationales Schiedsverfahren zur Entschuldung.



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