Gewaltakte in Holland: EKD-Ratsvorsitzender mahnt zur Besinnung

Magdeburg (epd). Angesichts der Gewaltakte in den Niederlanden nach dem Mord an Regisseur Theo van Gogh hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, zur Besinnung aufgerufen. Allen «Tendenzen zur Barbarei» müsse entschieden entgegengetreten werden, sagte Huber am Donnerstag am Rande der EKD-Synode in Magdeburg. Die niederländische Gesellschaft verdiene volle Solidarität. Es müsse alles getan werden, damit die Welle der Gewalt nicht nach Deutschland überschwappe.

Huber warnte davor, den Begriff Toleranz mit Beliebigkeit gleichzusetzen. Nur «überzeugte Toleranz» könne zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen. Dazu müsse man seinen eigenen Überzeugungen gewiss sein und gleichzeitig offen und respektvoll mit anderen Grundhaltungen umgehen. «Toleranz ja, aber sie schließt ein, klar der Intoleranz entgegenzutreten», sagte Huber.

11. November 2004



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