Kirchenrat der USA fordert Schließung von Guantánamo

epd-Logo Washington (epd). Der Nationale Kirchenrat der USA hat nach dem Selbstmord dreier Häftlinge die Schließung des amerikanischen Gefangenenlagers Guantánamo auf Kuba gefordert. Der Suizid der Häftlinge sei "ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Menschenrechtsverletzungen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit", erklärte der Generalsekretär des Kirchenrats, Bob Edgar, am Sonntag (Ortszeit). Die amerikanischen Ideale der Freiheitsliebe und Demokratie würden in Guantánamo beschmutzt.

Die drei Häftlinge hatten sich nach Angaben des US-Militärs am Samstag mit Bettlaken erhängt. US-Präsident George W. Bush äußerte sich "ernsthaft besorgt". In dem Anfang 2002 eingerichteten Lager halten die US-Streitkräfte rund 460 Gefangene aus zahlreichen Ländern fest. Die US-Regierung verweigert den überwiegend aus dem Nahen Osten stammenden Häftlingen die Rechte von Kriegsgefangenen. Der Nationale Kirchenrat erneuerte seine Forderung, Guantánamo besuchen zu dürfen.

12. Juni 2006

Weitere epd-Meldungen

erweiterte Suche

 


EKD-Newsletter

Jetzt anmelden

Immer gut informiert mit dem Newsletter der EKD: kostenlos und schnell.

 


Pressestelle

Zur Pressestelle der EKD

Und wenn die Pressestelle etwas für Sie tun kann ...