Palmsonntag ist der letzte Sonntag vor Ostern

epd-Logo Frankfurt a.M. (epd). Am letzten Sonntag vor Ostern, dem Palmsonntag (28. März), erinnern evangelische und katholische Christen an den Einzug Jesu in Jerusalem, mit dem sein Leidensweg begann. Den Berichten der Evangelien zufolge ritt Jesus auf einem Esel in die Stadt hinein und wurde vom Volk als Friedenskönig jubelnd empfangen. Palmsonntag ist zugleich Beginn der Karwoche, in der Christen des Leidens und Sterbens Jesu am Kreuz gedenken und sich auf Ostern vorbereiten, das älteste und höchste Fest der Christenheit.

Bei seinem Empfang in Jerusalem breiteten die Menschen nach biblischer Darstellung ihre Kleider vor ihm aus und streuten grüne Zweige - dem Johannesevangelium zufolge Palmzweige - auf den Weg, daher die Bezeichnung Palmarum (Sonntag der Palmen). Der Name Palmsonntag tauchte zuerst um 600 nach Christus in Spanien und Gallien auf. Palmprozessionen gab es aber zunächst nicht.

Dramatisch-liturgische Nachahmungen des Einzugs Jesu in Jerusalem sind vom 8. Jahrhundert an überliefert. Dabei wurden statt der Palmzweige auch andere grüne oder blühende Zweige verwendet. Während in der katholischen Kirche am Palmsonntag heute noch vor der Messe feierliche Prozessionen stattfinden und Zweige geweiht werden, kennt die evangelische Kirche solche Einzugsfeiern in der Regel nicht. Traditionell beliebt ist in einigen Regionen jedoch der Palmsonntag als Konfirmationstag, an dem die Konfirmanden mit grünen Zweigen in die Kirche einziehen.

24. März 2010

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